Faire Gemeinde - nachhaltig und gerecht

Tipps für den Alltag

Die Christliche Initiative Romero (CIR) wurde 1981 in Münster gegründet. Sie setzt sie sich für menschenwürdige Arbeitsbedingungen und existenzsichernde Löhne vor allem in der Bekleidungsindustrie und in der Landwirtschaft ein. Sie unterstützt Frauen in ihrem Kampf gegen Gewalt und für Gleichberechtigung. In Mittelamerika fördert sie Basisorganisationen, in Deutschland macht sie Kampagnenarbeit. Aktuell sammelt sie Unterschriften für eine Petition an die Bundesregierung zum Thema Lieferkettengesetz: Unternehmen sollen für Schäden an Mensch und Umwelt zur Verantwortung gezogen werden. Skrupellose Geschäftspraktiken dürfen sich nicht länger lohnen. (www.lieferkettengesetz.de)

CIR ist Mitglied der Kampagne für saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign/CCC), die sich dafür stark macht, dass bei der Produktion von Kleidung Arbeits- und Menschenrechte eingehalten werden. Fair Fashion statt Fast Fashion (Faire Mode statt schneller Mode) ist ein weiterer aktueller Schwerpunkt. Zu diesem Thema ist gerade das Dossier „Fast Fashion“ erschienen. Es schaut hinter die Kulissen der Bekleidungsindustrie und zeigt auf, welche Verantwortung wir beim Shoppen haben. Die meisten Menschen wissen um die schlechten sozialen und ökologischen Bedingungen unter denen Kleidung hergestellt wird. Doch warum handeln die wenigsten von uns danach?

Marithea Haarhoff

„Machen Sie aus Ihrem Geld gutes Geld!“ ist die aktuelle Kampagne der ökumenischen Entwicklungsgenossenschaft  Oikocredit (www.oikocredit.de) mit Sitz im niederländischen Amersfoort. (www.oikocredit.de)
Gegründet vom Ökumenischen Rat der Kirchen hat sie sich eine gerechtere Welt zum Ziel gesetzt.
Wann können wir von gerechterem Umgang mit Geld sprechen:

  • wenn Chancen für viele eröffnet werden,
  • wenn Kleinbäuerinnen und Kleinbauern stark gemacht werden,
  • wenn die Energiewende angetrieben wird.

Marithea Haarhoff

Noch im­mer ist es nicht ein­fach, fai­re und öko­lo­gisch gut pro­du­zier­te Klei­dung zu kau­fen. Im Ver­sand­han­del geht das bes­ser- da gibt es aber Trans­port­we­ge und Ver­pa­ckungs­müll. Hier ei­ni­ge Tipps:

  • In Dort­mund gibt es ei­nen La­den mit aus­schließ­lich fai­rer , schö­ner Klei­dung zu er­staun­lich güns­ti­gen Prei­sen: Fairblei­ben auf dem Hei­li­gen Weg 3-5: www.fairbleiben.
  • Es gibt vie­le Se­cond-Hand-Lä­den und re­gel­mä­ßi­ge Se­cond-Hand-Märk­te , z.B. auch in un­se­rem Fa­mi­li­en­zen­trum .
  • Wel­che La­bels be­deu­ten ei­gent­lich was? Die christ­li­che Ini­ti­a­ti­ve Ro­me­ro hat auf ih­rer Website ganz vie­le In­for­ma­ti­o­nen  zur Pro­duk­ti­on und ei­nen Weg­wei­ser durch das

La­bel­la­by­rinth : www.ci-romero.de

An­net­te Sprenger

Seit September 2019 gibt es ein neues Siegel, das Verbraucher*innen zeigen soll, dass ein Textilprodukt fair und nachhaltig hergestellt wurde.  Es wurde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) entwickelt und ist eine Reaktion auf den Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in  Bangladesch.
Zum Start wurden 27 Unternehmen zertifiziert. 26 weitere sind im Prüfprozess.
Diese Kriterien gelten (unter anderen) für die Produktion: Verbot gefährlicher Chemikalien, weniger CO2 Ausstoß, Verbot von Kinderarbeit, Mindestlöhne.  Und diese für Unternehmen: Berücksichtigung von Menschenrechten, Transparenz der Lieferketten, Beschwerdemöglichkeiten für die Arbeiter*innen.
Kritik an diesem Siegel kommt von der Kampagne für saubere Kleidung:

  • Eine freiwillige Produktkennzeichnung ist nicht der richtige Ansatz, um nachhaltige Verbesserungen innerhalb der globalen Lieferkette zu erreichen.
  • Die Überprüfung übernehmen private Zertifizierungsorganisationen.
  • Die Zahlung eines Mindestlohns garantiert nicht, dass dieser Lohn existenzsichernd ist.
  • Für Unternehmen, die in der EU produzieren, gelten die Prüfkriterien nicht.
  • Der Beginn des Produktionsprozesses, die Rohstoff- bzw. Fasergewinnung, wird nicht berücksichtigt.

Die Schwächen dieses Siegels machen die Dringlichkeit einer gesetzlichen Regelung deutlich. Nur ein Lieferkettengesetz kann eine strukturelle Verbesserung der Produktions- und Arbeitsbedingungen bewirken.
Zum Glück haben sich die Gemeinden der Pfarrei durch die Unterschriftenaktion im Juni 2020 dafür eingesetzt.
Zum Schluss noch eine zurückhaltend, positive Stimme von Pirmin Spiegel, dem Hauptgeschäftsführer von MISEREOR. „Wir begrüßen, dass Minister Müller das Thema „Nachhaltige Mode“ mit dem Textilsiegel „Grüner Knopf“ weiter ins Bewusstsein der deutschen Öffentlichkeit bringt und damit zeigt, dass sich die Bedingungen in der Textilindustrie dringend zum Besseren ändern müssen.“
Marithea Haarhoff

Über 30 % unserer Lebensmittel werden vernichtet. Der 2. Mai ist symbolisch der Tag der Lebenmittelverschwendung. Es ist der Tag im Jahr, ab dem die für Deutschland produzierten Nahrungsmittel tatsächlich genutzt werden. Vorher wird fast alles weggeworfen. Allein in Deutschland jährlich 12 Millionen Tonnen, davon über die Hälfte von privaten Haushalten. Es werden 2,6 Millionen Hektar landwirtschaftlich/gärtnerisch bewirtschaftet, nur um die darauf erzeugten Lebensmittel wieder wegzuwerfen. Hinzu kommen unnötige 48 Millionen Tonnen freigesetzte Treibhausgasemissionen. Das ist moralisch und ökologisch eine Katastrophe.
Um diese Verschwendung in unserem täglichen Leben zu minimieren, hier einige Tipps:

  • Mindesthaltbarkeit bedeutet nicht Wegwerfdatum
  • Einkaufsliste schreiben
  • Verlockende Sparangebote nur dann, wenn der Verzehr garantiert ist
  • Auf die richtige Lagerung achten, z. B. nicht Kartoffeln neben Äpfeln
  • Zu alt gewordenes Obst in den Mixer, Reste verwerten
  • Nicht nur in Coronazeiten und nicht nur in Singlehaushalten: Nachbarn oder Freunde in den Einkauf, in die Zubereitung oder in den Verzehr einbinden
  • Es gibt eine Reihe interessanter, kostenloser Apps zum Herunterladen. Über „Etepetete“ kann man sich z.B. nicht normgerechtes Obst und Gemüse zuschicken lassen. Auf „Zu gut für die Tonne“ stellt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft die besten Rezepte zur Resteverwertung zur Verfügung

Wer sich darüber hinaus mit dem Prozess der fairen Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln auseinandersetzen will, kann sich unter www.Landservice.de bei den zahlreichen landwirtschaftlichen Direktvermarktern in der Region informieren.  
Siegfried Eickelberg

Ungefähr 4.000 Liter Wasser pro Tag verbraucht ein Mensch in Deutschland. Davon werden nur 120 Liter direkt im Haushalt, also z.B. beim Duschen, Waschen oder für die Toilettenspülung verbraucht. Die restliche Menge, 33 Mal so viel, wird bei der Herstellung der Nahrungsmittel und Güter verbraucht, die wir konsumieren. Dieses Wasser nennt man  virtuelles Wasser, weil es nicht unmittelbar zu sehen ist. Verbraucht wird es dennoch, oft in den ohnehin wasserarmen Regionen der Erde. Wir importieren mehr virtuelles Wasser als wir exportieren. Grund dafür ist vor allem unser hoher Lebensstandard, insbesondere der Fleischkonsum und die intensive Nutzung von Industrieprodukten. So tragen wir Mitverantwortung an der globalen Wasserknappheit. Das ist, wie Papst Franziskus in Laudato Si schreibt, eine soziale Schuld: „ … denn das bedeutet (den Armen) das Recht auf Leben zu verweigern, das in ihrer unveräußerlichen Würde verankert ist.“(LS 30) Virtuelles Wasser können wir sparen, indem wir regionale und saisonale Lebensmittel (bei uns gibt es ausreichend Wasser) kaufen, weniger Fleisch essen, weniger Kleidung kaufen,  Recyclingpapier benutzen, insgesamt sparsamer konsumieren.
Karl-Heinz Göbel

Im Garten und auf dem Balkon sollten wir immer torffreie Erde verwenden. Denn durch das Ausbaggern des Torfes werden Moore zerstört und mit ihnen die Heimat vieler bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Moore binden zudem große Mengen klimaschädliches Kohlendioxid. Wer also torffrei gärtnert, schützt Moore und das Klima.
Rund zehn Millionen Kubikmeter Torf werden allein in Deutschland jedes Jahr für den Gartenbau verbraucht. Große Mengen Torf werden verstärkt aus den baltischen Staaten importiert, wo der Moorschwund rasant voranschreitet.
Torffreie Erden und auch Komposterden sollten immer Hinweise wie „torffrei“ oder „ohne Torf“ auf der Verpackung haben, denn auch in „torfreduzierten“ oder „torfarmen“ Erden können bis zu 80 Prozent Torf enthalten sein.
Heike Boehm

In den letzten Monaten war in den Medien immer wieder von Mikroplastik die Rede. Mikroplastik befindet sich in den allermeisten flüssigen Seifen, also in Duschgels, Badeschaum, Haarshampoo etc. Ganz zu schweigen von der Verpackung. Ich versuche, Plastik in Hygieneprodukten zu vermeiden. Das ist nicht immer einfach und man benötigt etwas mehr Zeit für den Einkauf. Ganz hervorragend gelingt dies im Bereich der Haarpflege! Mittlerweile können Sie in Drogerien, aber auch in Supermärkten festes Haarshampoo ohne Plastik drin oder drum kaufen. Es schäumt, riecht und pflegt das Haar sehr gut. Ich benutze es als Haarshampoo und als Duschgel gleichermaßen. Im letzten Urlaub kaufte ich mir noch ein Seifennetz dazu – jetzt habe ich auch noch ein Peeling bei jedem Duschgang dabei! 
Melani Fipper

Mit Hilfe der  App „CodeCheck“ kann man herausfinden kann, inwiefern ein Produkt umweltbelastend und gesundheitsgefährdend ist. Zu empfehlen sind danach Allzweckreiniger, WC Reiniger und Handspülmittel von Ecover und Spülmaschinentabs von denkmit nature. Alle Produkte sind bei dm erhältlich. Diese umweltschonenden Putzmittel sollen in Zukunft auch in unseren Gemeindehäusern und Kirchen zum Einsatz kommen.
Melani Fipper

Seit Jahren sinkt die Zahl der Bienen weltweit. Grund dafür ist neben Pestiziden auch eine Reduzierung des natürlichen Lebensraumes. Üppige Blumenwiesen werden von der industriellen Landwirtschaft und der Expansion der Städte verschluckt. Wer auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten bienenfreundliche Pflanzen für die Insekten pflanzt, kann dieser Entwicklung zumindest ein wenig entgegenwirken. Dabei ist es jedoch nicht egal, welche Pflanzen man pflanzt. Bunte Blüten sind noch kein Garant für viel Nektar und Pollen, die Bienen so dringend brauchen.Bienenfreundliche Pflanzen sollen nektar- und pollenreich sein. Typische Balkonpflanzen mit stark gefüllten Blüten wie etwa Geranien bieten Bienen, Hummeln und Schmetterlingen nicht genügend Nahrung.
Wir stellen einige bienenfreundliche Pflanzen für Balkon und Garten vor:
Malve (Stockrose und Bechermalve) , Ringelblume,  Sonnenblume, Kapuzinerkresse,Ranken-Glockenblume, Lavendel, Blaukissen, Kornblume,Phazelie, Salbei, Rosmarin, Thymian
Weitere Informationen unter:
www.utopia.de/ratgeber/bienenfreundliche-pflanzen-die-besten-ideen-fuer-garten-und-balkon/
www.plantura.garden/gruenes-leben/top-10-der-bienenfreundlichsten-pflanzen
Waltraud Piechazxk

Etwas nachhaltig zu verpacken heißt, dass die Verpackung des Geschenks keine begrenzten natürlichen Ressourcen verschwendet und auch möglichst häufig wiederverwendet werden kann. Da Plastik aus dem begrenzten Rohstoff Erdöl hergestellt wird, sollten wir Geschenke einfach plastikfrei verpacken. Warum verpacken wir unsere Geschenke nicht einfach in Stofftüchern? Das sieht cool aus und macht das Geschenk nachhaltig und plastikfrei. Kleber oder Tesafilm braucht man nicht, da man die Stoffe entweder zuknoten oder mit Naturbast/Naturband zubinden kann. Warum dekorieren wir unsere Geschenke nicht nachhaltig mit Naturmaterialien? Zweige, Gräser, Blätter, Zapfen, … – alles was man im der Natur findet, eignet sich richtig gut zum Dekorieren eines Geschenks. Oder aber: Wir verpacken unsere Geschenke in Zeitungspapier, alten Kalenderblättern oder überholten Straßenkarten.
Karl-Heinz Göbel

Nicht alles, was sich als Naturkosmetik ausgibt, ist es auch. Denn Verpackung und Aussagen wie „Naturkosmetik“ und „100% natürliche Inhaltsstoffe“ sind gesetzlich nicht geschützt! Wer Rohstoffe aus biologischem Anbau will und auf synthetische Farb-und Duftstoffe, Paraffine und Mikroplastik verzichten möchte, sollte zu „zertifizierter Naturkosmetik“ greifen – oder Inhaltsstoffe und Herkunft gründlich prüfen (z.B. mit der CodeCheck App) . Empfehlenswert sind Produkte von : Dr.Hanuschka, Weleda, RMS Beauty, FINE, Lavera, Nuori,  & Gretel , die deutsche Firma  i+m  stellt Naturkosmetik schon seit 1979 her und die DM-Eigenmarke Naturschön.
Melani Fipper

In  ihrem Privatleben kümmern sich schon viele Menschen darum, Müll zu vermeiden, kaufen im Bio-Supermarkt ein oder beziehen Öko-Strom. Doch wie sieht es im Arbeitsleben aus? Hier einige Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Berufsalltag:

  • Den Arbeitstag nachhaltig beginnen: Lassen Sie das Auto stehen und fahren Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad oder gehen Sie zu Fuß!
  • Sparen Sie Papier: Es muss nicht alles ausgedruckt werden; wenn der Ausdruck nicht vermieden werden kann, versuchen Sie, doppelseitig zu drucken. Bereits gedrucktes, aber nicht mehr verwendetes Papier kann noch sehr gut als Notizpapier verwendet werden.                    
  • In der Mittagspause sollte auch dem Computer eine Pause gegönnt werden: Also ausschalten oder wenigstes in den Stromsparmodus versetzen.                                                                                                  
  • Mülltrennung ist auch im Büro möglich.
  • Zum Feierabend: Alle Geräte ausschalten! Dies kann mit einer Steckdosenleiste mit Schalter vereinfacht werden. Auch jede Beleuchtung sollte ausgeschaltet sein. Dies gilt natürlich auch tagsüber in Räumen, die nicht benutzt werden.  

Melani Fipper

Wussten Sie, dass seit 2009 Dortmund als 1. Ruhrgebietsstadt FAIRTRADETOWN ist , eine von 700 Fairtradetowns in 18 Ländern. Die Aufnahmebedingung ist einfach: in allen kommunalen Büros und im Rathaus gibt es nur noch fair gehandelten Kaffee, Tee, Orangensaft (so möchten wir es ja auch in unseren Gemeindehäusern halten!). Es geht aber noch weiter: eine lokale Steuerungsgruppe veröffentlicht zum Beispiel einen fairen „Einkaufsfinder“, ermutigt Geschäfte und Restaurants, faire Produkte anzubieten. Weiter unterstützen die Initiative Schulen und Vereine, die sich mit diesem so wichtigen Thema auseinandersetzen möchten. Ganz viel Informationen gibt es unter : fairtradestadt-dortmund.de
Annette Sprenger

Meine Oma hatte in einer Kleinstadt in Norddeutschland einen Krämerladen. In diesem Laden gab es alles: Kosmetikartikel, Obst, Gemüse, Mehl, Zucker, Milch, Eier, usw. Eine Sache gab es in dem Laden, der bis in die 60er Jahre bestand, allerdings nicht: Plastikverpackungen! Verpackungen bestanden aus Zeitungspapier, Glasbehälter oder die Ware wanderte direkt vom Bonbonglas in den Mund. In den EU-Ländern entstehen jährlich 33 kg Plastikmüll pro Einwohner. Deutschland liegt mit 39 kg Plastikmüll pro Einwohner deutlich über dem EU-Durchschnitt. Wir alle können etwas gegen diesen erschreckenden Trend tun:
– Baumwolltaschen zum Einkauf nutzen
– anstatt Plastikgemüsetüten wiederverwendbare Gemüsenetze benutzen (gibt es mittlerweile   
   in jedem Supermarkt)
– Thermobecher nutzen statt Coffee-to-go-Becher aus Pappe oder Plastik
– feste Seife statt Flüssigseife
– Zahnbürsten nutzen aus Bambus/Holz
– Getränke in Glasflaschen kaufen oder Leitungswasser trinken
– Kochlöffel/Salatbesteck aus Holz nutzen
– Schraubgläser können Frischhaltefolie, Alufolie, Plastiktüten oder billige Plastikdosen
  ersetzen
– Es gibt noch viele Ideen, werden Sie erfinderisch!
Melani Fipper

Das Autofahren belastet Luft und Klima, der Straßenbau benötigt immer mehr Flächen, meistens werden fossile Brennstoffe verbraucht. Der Verkehrslärm und die Luftverschmutzung können sich sehr negativ auf unsere Gesundheit auswirken.
Warum fahren Sie dann also noch Auto? Gerade in unserem Stadtteil ist das öffentliche Ver-kehrsnetz hervorragend ausgebaut. U-Bahn, Bus und Zug können uns von A nach B bringen. Wenn Sie dann auch noch etwas für Ihre Gesundheit tun wollen, steigen Sie um auf ́s Rad. Radfahren reduziert das Risiko von Typ II-Diabetes und Herzkreislauferkrankungen, Blutgefäße werden flexibler und stärker. Ihr Körper und auch ihr Kopf kommen zur Ruhe. Forschungen haben ergeben, dass eine halbe Stunde tägliches Radeln Sie schneller einschlafen lässt und auch die Schlafdauer um ca. eine Stunde erhöht. Ganz zu schweigen vom Kalorienverbrauch: 10 Minuten Radfahren verbrauchen etwa 97 kcal. Dabei belastet es kaum Ihre Gelenke. Also vor der nächsten Fahrt mit dem Auto sollten Sie sich überlegen, ob Sie nicht die gleiche Strecke „öffeln“ (wie man hier in Dortmund zum öffentlichen Nahverkehr sagt), oder Ihr Rad/E-Bike nutzen oder per Pedes die gleiche Strecke schaffen. Sie tun der Umwelt, sich selbst und Ihrem Geldbeutel etwas Gutes … Gute Fahrt!
Melani Fipper

 

Eigentlich ein Nischenthema und völlig unwichtig. Oder??? Eine Zigarette ist in wenigen Minuten geraucht – doch die Umwelt belastet sie noch jahrelang. Die Organismen des Grundwassers werden geschädigt, die Filter der Zigaretten brauchen Jahre für ihre Zersetzung. Selbst im Packeis der Arktis stießen Forscher auf Partikel von Zigarettenfiltern!
2 von 3 Zigarettenkippen werden achtlos weggeworfen – kein schöner Anblick. Selbst auf Spielplätzen im Sand sind die Kippen zu finden. Was also tun? Ganz einfach. Liebe Raucherinnen und Raucher, habt doch immer einen Reiseaschenbecher dabei und entsorgt eure Kippen im Hausmüll. Und liebe Nichtraucherinnen und Nichtraucher:Reiseaschenbecher kann man / frau auch verschenken …
Annette Sprenger

Wahrscheinlich haben auch Sie schon das Ergebnis einer Vogelzählung „Stunde der Gartenvögel“ gelesen. Große Verlierern sind immer wieder neben der Blaumeise auch der Star und der Grünfink. Auch beim Zaunkönig sinken die Zahlen konstant von Jahr
zu Jahr.  Was können wir tun?
* Heimische(!) Sträucher, Bäume und Stauden bieten Schutz und Nahrung.
* Gerade im Herbst sollte das Laub liegen gelassen werden, wenn es auf dem Rasen stört,
   bietet es in den Beeten den Sträuchern Frostschutz und die Vögel finden dort viele Insekten.
* Trinkmöglichkeiten mit sauberem Wasser sollten ganzjährig(!) zur Verfügung stehen.
* Grundsätzlich ist eine Vogelfütterung gerade im Winter empfehlenswert; vermittelt Ihr
   Garten einen eher aufgeräumten Eindruck, sollten Sie ganzjährig füttern.
Zusätzlich zu diesen Tipps locken natürlich auch Nistkästen die Vögel in Ihren Garten.
Hierzu erhalten Sie im Handel verschiedene Modelle für die unterschiedlichen Vogelarten,
oder Sie suchen im Internet nach Bauanleitungen.
Melani Fipper

Viele von uns sind zunehmend bemüht, die eigenen Einkaufsgewohnheiten kritisch zu hinterfragen. Der Labeldschungel wird immer unübersichtlicher. Während BIO und FAIR überwiegend deutlich auf den Lebensmitteln deklariert wird, ist die REGIONALE Erzeugung nicht klar zu definieren. Bei der Erzeugung von Bio-Produkten steht darüber hinaus die Einsparung von chemischen Produktionsmitteln im Vordergrund. In der Nutztierhaltung geht es um mehr Tierwohl, sowie um den Verzicht von Futtermitteln aus Drittländern. Das Wort „fair“ wird mittlerweile vielfach inflationär verwendet. Lebensmittel aber, die fair gehandelt werden, sind in aller Regel an dem Fairtrade-Siegel zu erkennen. Dieses Siegel sichert vielen Kleinerzeugern aus Ländern im globalen Süden ein besseres Einkommen, wodurch soziale Standards und Umweltauflagen eingehalten werden können. Der Produktionsschwerpunkt liegt mit Kaffee, Tee, Kakao und Bananen überwiegend auf Agrarprodukten, die in unseren Breitengraden klimatisch nicht gedeihen und daher eingeführt werden müssen. Eine regionale Erzeugung entlastet den ökologischen Fußabdruck durch geringere Transportwege. Fragwürdig ist daher der Verzehr von Lebensmitteln aus Übersee – z.B. Äpfel aus Neuseeland- wenn heimische Ware aus der Region zur Verfügung steht. Es stellt sich auch die Frage, inwieweit sämtliches Gemüse und Obst ganzjährig zum Verkauf angeboten werden muss. Erdbeeren im Winter benötigt niemand. In jedem Fall ist es sinnvoll, sich mit der Herkunft von Lebensmitteln zu befassen. Fragen Sie beim Einkauf das Fachpersonal Ihres Vertrauens oder schauen Sie ins Internet z.B. unter www.was-wir-essen.de/ bzw. www.label-online.de/ bzw. www.lebensmittelklarheit.de/
Siegfried Eickelberg

 
 

Der Gebrauch von Einmaltaschentüchern gehört heute wie selbstverständlich zu unserem täglichen Leben. Doch mit der zunehmenden Diskussion über wachsende Müllberge gerät auch das Wegwerfen von Taschentüchern in die Kritik. Weltweit werden heute nach Angaben des Deutschen Patent- und Markenamtes jährlich rund 20 Milliarden Papiertaschentücher verkauft. Unsere Bequemlichkeit hat allerdings ihren Preis: Die Herstellung von Wegwerfpapieren aller Art belastet die Umwelt stark. Die Herstellung benötigt viel Holz, Energie und führt zur Einleitung gefährlicher Stoffe in unsere Gewässer. Nach Angaben der Verbraucherzentrale aus dem Jahr 2017 werden pro Person und Jahr 19 Kilo Papiertaschentücher und –servietten, Toilettenpapier oder Küchenrollen in Deutschland verbraucht. Angesichts dieser Riesenmenge sollten wir Papiertaschentücher, Toilettenpapier oder Küchenrollen aus 100 % Recyclingpapier kaufen und papierfreie Alternativen wie Stofftaschentücher, Stoffhandtücher und Stoffservietten oder Wischtücher benutzen. Der Trend scheint allerdings in eine andere Richtung zu gehen: Der Verbrauch von Papierprodukten aus frischen Fasern in Deutschland ist nach Angaben der Verbraucherzentrale zwischen 2004 und 2017 um 40% gestiegen. Zusätzlich würden Papierprodukte immer seltener aus Recyclingfasern hergestellt. Helfen wir diesen Trend zu stoppen und umzukehren, indem wir sparsam Wegwerfpapierprodukte benutzen und immer Recyclingpapier kaufen.
Karl-Heinz Göbel

Haben Sie schon einmal Mundraub begangen? Auf einer Wanderung ein paar Äpfel von der Streuobstwiese gepflückt? Beim Gang durch eine Gartensiedlung Johannisbeeren genascht? Und haben Sie auch schon gesehen, wie viele Kirschen, Pflaumen und anderes Obst auf den Bäumen hängen bleibt, weil niemand es schafft, diese Früchte zu ernten? Da gibt es mehrere Antworten! Als Obstbaumbesitzer, der die Fülle nicht bewältigen kann, könnten Sie z. B. einen Hinweis an den Zaun hängen und Menschen einladen, sich zu bedienen.Oder Früchte in einer Kiste an die Straße stellen – Sie werden sich wundern, wie schnell die weg sind! Als Spaziergänger vor einem übervollen Birnbaum könnte ich ja auch einfach mal fragen, ob ich bei der Ernte helfen darf. Und es gibt die Internetseite „www.mundraub.org“. Dort finden Sie eine Landkarte mit Eintragungen von Bäumen, die abgeerntet werden dürfen. Wir leben in einer Überflussgesellschaft – dies ist EINE Möglichkeit, entgegen zu steuern.
Annette Sprenger

Wir zahlen anstandslos 20 € für ein gutes Motoröl, aber nur 2,99 € für ein gutes Speiseöl. Wir Deutschen gehören zu jenem Dutzend europäischer Länder, die am wenigsten für Lebensmittel ausgeben. Aber zu welchem Preis? Kalbsleberwurst enthält kaum Kalb, Vanilleeise kommt ohne Vanille aus, Karottensaft wird aus Orangen gewonnen, Thüringer Buttermilch kommt aus Bayern, schwarze Oliven sind geschwärzt. Wenn dazu Milch billiger ist als Mineralwasser und Leberwurst billiger als Hundefutter, dann ist das Lebensmittelsystem aus den Fugen geraten. Echte Qualität bekommen wir dauerhaft nur gegen faire Bezahlung und gesellschaftliche Empathie für Erzeuger*innen, Bauern und Bäuerinnen, Bäcker*innen, Tierzüchter*innen usw.
Was kann ich tun?
– Ich kann beim Einkaufen mehr Wert auf Qualität statt auf Masse legen.
– Ich kann die Produkte, die ich kaufe, genau prüfen, z.B. ob die Erzeuger*innen Wert auf nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und der Umwelt legen.
– Ich kann regionale Produkte kaufen.
– Ich kann Produkte kaufen, deren Erzeuger*innen fair bezahlt werden, z.B. Fair-Trade-Pro dukte
K.-H. Göbel
 
 

Bekannterweise gehört das Leitungswasser in Deutschland zu dem am besten kontrollierten Lebensmitteln. Für unsere Region stammt das Leitungswasser aus den Uferfiltraten der Ruhr. Die DEW garantiert die Wasserqualität bis zum Hausanschluss. Wird über einen längeren Zeitraum im Haus kein Wasser gezapft, sollten bei alten Rohrleitungen die ersten Liter aus hygienischen Gründen nicht getrunken werden. Weunsicher ist, kann eine Wasseranalyse machen lassen. Infos dazu über DEW 21 unter Telefon0231/22222121. Mit Wassersprudlern kann das Leitungswasser bei Bedarf mit Kohlensäure aufgepeppt werden. Beim Vergleich der wichtigen Mineralgehalte schneidet unser Leitungswasser im Vergleich zu verschiedenen Mineralwässern ähnlich ab. Warum also teures Mineralwasser kaufen und dann noch mühsam die Wasserkästen von A nach B und das Leergut wieder zurück transportieren, wobei die leichte Plastikflasche aus PET da weniger aufwendig ist als die Glasflasche. Die in aller Regel aus tiefen Quellen stammenden Mineralwässer sind geologisch bedingt annähernd schadstofffrei. Fazit: Ob Mineralwasser in PET-Flaschen Mehrweg-Glasflaschen, ökologisch gesehen hat das Leitungswasser deutliche Vorteile und gesundheitlich keine erkennbaren Nachteile. Weitere Hinweise z. B. von der Stiftung Warentest im Internet unter „FAO Wasser – Leitungswasser besser als Minderalwasser?“ oder auch im Ökotest.
Siegfried Eickelberg

Es ist wichtig unsere CO2-Emissionen möglichst schnell zu senken. Für jeden Einzelnen ist es relativ einfach, seinen CO2- Fußabdruck zu reduzieren. Experten benennen vier Maßnahmen, die viel bringen, aber wenig kosten bzw. sogar Geld sparen:
* Keine  Lebensmittel wegwerfen – weniger Lebensmittel werden gebraucht – weniger werden angebaut, transportiert oder gekühlt – es entstehen 6 Millionen Tonnen weniger Treibhausgase.
* 20 % weniger Fleischkonsum spart fast 10 Millionen Tonnen CO2. Der Fleischkonsum gilt als sehr schädlich für das Klima, zumal Nutztiere große Mengen Methan ausscheiden. Methan ist 25-mal schädlicher wie CO2.
*Wenn alle 20 % weniger neue Kleidungsstücke kaufen, liegen die CO2 – Einsparungen bei  rund 12 Millionen Tonnen jährlich.
*Innerhalb Deutschlands auf das Fliegen verzichten und auf die Bahn umsteigen spart etwa 2 Millionen Tonnen CO2 jährlich.
Die vier Maßnahmen zusammengenommen würden demnach den CO2-Fußabdruck je Einwohner von derzeit etwa elf Tonnen pro Jahr um 0,6 Tonnen verringern. Um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, wäre nach IW=Institut der deutschen Wirtschaft aber eine Reduzierung auf weniger als eine Tonne nötig. Der größte Teil muss demnach aus der klimaschonenden Umstellung der Energieerzeugung, aus der Industrie und dem Verkehr kommen. „Eine nachhaltige
Lebensweise ist ein ergänzender, aber wichtiger Faktor, um die Emissionen im Sinne des Klimaschutzes stark zu senken“, kommentierte IW-Experte Roland Kube.
Quelle:
Waltraud Piechaczyk
 
 

Schätzungen zufolge hat der jährliche E-Mail-Verkehr eines E-Mail-Nutzers einen ökologischen Fußabdruck von 135 kg CO2-Äquivalenten. Das entspricht dem Treibhausgas-Ausstoss eines durchschnittlichen Autos auf 320 km Strecke! Woher kommt das? Eine E-Mail ist schnell verschickt und kommt binnen weniger Sekunden beim Empfänger an. Um eine E-Mail zu tippen und zu lesen, braucht man einen Computer oder ein Handy, die Strom verbrauchen. Der Transportweg einer E-Mail verläuft über mehrere Server, die ihrerseits wieder viel Strom verbrauchen.Eine Spam-Mail hat einen Verbrauch von 0,3 g CO2-Äquivalente, eine normale Mail verbraucht 4,0 g CO2-Äquivalente, eine Mail mit Anhang verbraucht bis zu 50 g CO2-Äquivalente Der entscheidende Punkt ist aber, dass E-Mails auf einem Server liegen bleiben und somit stetig Strom verbrauchen, bis sie gelöscht werden! Solche Server stehen überall auf der Welt in riesigen Rechenzentren. Um diese hochzufahren und zu kühlen, braucht es jede Menge Strom. Im Jahr 2015 waren diese Rechenzentren für ein Fünftel des gesamten Stromverbrauchs verantwortlich. Was kann jede/r von uns tun?
– Schreibe nur Mails, die wirklich geschrieben werden müssen
– Lösche alle E-Mails, die du nicht mehr brauchst und leere den Papierkorb regelmäßig
– Lösche auch die Spam-Mails
– Newsletter abmelden, die man eh nie liest
– Soziale Medien: Facebook (Meta), Instagram und Co senden regelmäßig Mails, diese kann man im jeweiligen Netzwerk abbestellen
Umfassender informieren kann man sich bei utopia.de
Melani Fipper

Die Idee dazu gab es schon länger; das Fairphone des holländischen Produzenten liegt mittlerweile in der vierten Generation vor. Es ist etwas teurer als vergleichbare Produkte der großen Marken. Die rasante Verbreitung der Handys liegt an den allseits bekannten unbestreitbaren Vorteilen, die sie mitbringen. Durch Fortschritte in der Produktionstechnik wurden Neugeräte immer preiswerter, sodass im Schnitt in jedem deutschen Haushalt mehrere Altgeräte in Schubladen herumliegen. Darin sind allerdings viele wertvolle Rohstoffe enthalten, die dem Wertstoffkreislauf entzogen werden. Dass die ausgemusterten Geräte kaum noch einen Nutzen haben, liegt auch daran, dass Reparaturen und Software-
Updates nicht vorgesehen sind. An allen diesen Problemen setzt das Konzeptdes Fairphone mit innovativen Lösungen an. Fair ist z.B. die Beschaffung von notwendigen Materialien wie Kobalt, Gold und Lithium. Kontrolliert sind auch die Lieferketten, und die Behandlung der Arbeitskräfte. Im Web-Auftritt der Firma findet man alle Informationen über die Einkaufsphilosophie. Bei der Entwicklung des Fairphones wurde konsequent darauf
geachtet, dass sich die Materialien wieder recyceln lassen, was der Umwelt zu gute kommt. Der Nachkauf von Ersatzteilen und Reparaturbauteilen, wie Displays oder Anschlussbuchsen, wird für einen Zeitraum von 10 Jahren garantiert. Die Garantiezeit der Geräte selbst beträgt 5 Jahre. Allerdings überraschte kürzlich selbst die Firma Apple die Branche mit der Ankündigung, häufig benötigte Ersatzeile für das Iphone zu liefern.
Auf Youtube im Internet tauchen bereits die ersten Reparaturanleitungen auf. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist das eine gute Entwicklung.
Franz-Josef  Mosblech

Die Antwort lautet: Es kommt darauf an, woher er stammt! Wussten Sie, dass rund 80% des in Deutschland verkauften Honigs aus Ländern wie Indien, China oder Argentinien importiert wird. In diesen Regionen der Welt ist die Kontrolle über die Herstellung nicht so strikt geregelt, wie hier bei uns. Der Import bedeutet auch eine höhere CO2-Emission durch Transporte und Lagerungen.Erkennbar ist dieser Honig an dem Hinweis „Mischung von Honig aus EU-Ländern und Nicht EU-Ländern“ auf der Verpackung. Werden Honig aus den Ländern des Südens jedoch gerne mag, sollte dabei unbedingt auf fairen Handel und Bio-Anbau achten. Dadurch fällt zwar nicht der Transport weg, allerdings werden Kleinbetriebe vor Ausbeutung geschützt – und der Honig vor Chemikalien. Denn unsere heimischen Bienen können unseren Bedarf bei Weitem nicht decken. Honig aus der Heimat ist eine gute Sache: Die Imker aus der Heimatregion und ihre Bienenvölker werden unterstützt, die Transportwege sind kurz und wer Imkerhonig aus der Heimat kauft, leistet einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Die Bezeichnung „Echter Deutscher Honig“ bedeutet: Der Honig ist garantiert in Deutschland erzeugt und entspricht den höheren Qualitätsstandards, die der Verband vorgibt. Lassen Sie es sich schmecken!
Heike Boehm
 

Pfarreiausschuss Faire Gemeinde

In sei­ner En­zyk­li­ka ‚Lau­da­to si‘ schreibt Papst Fran­zis­kus: „Die öko­lo­gi­sche Um­kehr, die ge­for­dert ist, um eine Dy­na­mik nach­hal­ti­ger Ver­än­de­rung zu schaf­fen, ist auch eine ge­mein­schaft­li­che Um­kehr!“

Der Pfarrgemeinderat der Pfar­rei grün­de­te im Früh­jahr 2014 ei­nen ei­ge­nen Pfarreiausschuss ‚Fai­re Ge­mein­de‘.  Seit­her tref­fen sich Ver­tre­terinnen und Vertreter  al­ler vier Ge­mein­den, um den Ge­dan­ken der Nach­hal­tig­keit, von fai­ren Ar­beits­be­din­gun­gen und fairer Pro­duk­ti­on  in un­se­rer Pfarrei wach zu hal­ten und in un­se­ren Ge­mein­den Ideen um­zu­set­zen. Was ha­ben wir da­für ge­tan?

  • In al­len Ge­mein­de­häu­sern wird nur noch fai­rer Kaf­fee, Tee und Oran­gen­saft aus­ge­schenkt.
  • Es gab ei­nen Ener­gie­spar­check und den Beschluss, nach Möglichkeit LED-Leuch­ten ein­zu­set­zen.
  • Am Fronleichnamsfest 2015 in Schüren ha­ben wir mit ei­nem Stand auf fair ge­han­del­te Pro­duk­te auf­merk­sam ge­macht und mit ei­nem Fly­er zum fai­ren und re­gi­o­na­len Ein­kauf an­ge­regt.
  • Ein Teil des Gel­des der Pfarrei soll nachhaltig an­gelegt wer­den.

Wir erhielten daraufhin am 2. De­zem­ber 2015 die Aus­zeich­nung ‚Fai­re Ge­mein­de‘. Aber das war erst der An­fang! Seit­dem ha­ben wir noch ein paar Ideen umgesetzt. Wir haben:

  • zwei­mal – 2016 und 2018 – ei­nen ‚au­to­freien‘ Sonn­tag durch­ge­führt mit gro­ßer Be­tei­li­gung. Er be­gann mit ei­nem Fa­mi­li­en­got­tes­dienst, da­nach gab es auf den Kirch­plät­zen un­ter­schied­li­che Ak­ti­o­nen. 2018 gab es für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein wiederverwendbares Netz für Obst und Gemüse.
  • eine Rad­tour zu Di­rekt­ver­mark­tern ver­an­stal­tet,
  • die Müll­tren­nung in den Ge­mein­de­häu­sern ver­bes­sert.
  • in Ap­ler­beck und nun auch in Schü­ren ein Turm­fal­ken­nest am Glo­cken­turm an­ge­regt – nun müs­sen das nur die Turm­fal­ken noch fin­den! In Lich­ten­dorf ist das Nest schon län­ger be­wohnt.
  • in jeder Ge­mein­de ei­nen Baum ge­pflanzt.
  • für öko­lo­gi­sche Putz­mit­tel in Ge­mein­de­häu­sern und Kir­chen ge­sorgt.
  • Ein Mitglied des Pfarreiausschusses hat den Kindergarten in Schüren auf dem Weg zur Fairen Kindertagesstätte begleitet.

Und:

  • Auch in Schü­ren gibt es nun re­gel­mä­ßig den Ver­kauf fai­rer Wa­ren.
  • Wir unterstützen den Kindergarten in Schüren bei der jährlichen Müll­sam­melak­ti­on der EDG.

Aber es geht noch wei­ter :

  • Wir wol­len uns für mehr in­sek­ten­freund­li­che Sträu­cher und Pflan­zen auf den Kir­chen­ge­län­den ein­set­zen.
  • Ab Feb­ru­ar veröffentlichen wir mo­nat­lich im Sonn­tags­brief einen „fai­ren Vor­schlag des Mo­nats“.
  • Wir wollen über „fai­re und nach­hal­ti­ge Geld­an­la­gen“ informieren.

Wir su­chen im­mer Menschen, die mitmachen und neue Ideen einbringen!

Und hier noch eine Internetadresse, in der man auf fast alle Fragen der Nachhaltigkeit Antworten findet: www.utopia.de

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