Faire Gemeinde - nachhaltig und gerecht

Tipps für den Alltag

Mit Hilfe der  App „CodeCheck“ kann man herausfinden kann, inwiefern ein Produkt umweltbelastend und gesundheitsgefährdend ist. Zu empfehlen sind danach Allzweckreiniger, WC Reiniger und Handspülmittel von Ecover und Spülmaschinentabs von denkmit nature. Alle Produkte sind bei dm erhältlich. Diese umweltschonenden Putzmittel sollen in Zukunft auch in unseren Gemeindehäusern und Kirchen zum Einsatz kommen.
Melani Fipper

Seit Jahren sinkt die Zahl der Bienen weltweit. Grund dafür ist neben Pestiziden auch eine Reduzierung des natürlichen Lebensraumes. Üppige Blumenwiesen werden von der industriellen Landwirtschaft und der Expansion der Städte verschluckt. Wer auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten bienenfreundliche Pflanzen für die Insekten pflanzt, kann dieser Entwicklung zumindest ein wenig entgegenwirken. Dabei ist es jedoch nicht egal, welche Pflanzen man pflanzt. Bunte Blüten sind noch kein Garant für viel Nektar und Pollen, die Bienen so dringend brauchen.Bienenfreundliche Pflanzen sollen nektar- und pollenreich sein. Typische Balkonpflanzen mit stark gefüllten Blüten wie etwa Geranien bieten Bienen, Hummeln und Schmetterlingen nicht genügend Nahrung.
Wir stellen einige bienenfreundliche Pflanzen für Balkon und Garten vor:
Malve (Stockrose und Bechermalve) , Ringelblume,  Sonnenblume, Kapuzinerkresse,Ranken-Glockenblume, Lavendel, Blaukissen, Kornblume,Phazelie, Salbei, Rosmarin, Thymian
Weitere Informationen unter:
www.utopia.de/ratgeber/bienenfreundliche-pflanzen-die-besten-ideen-fuer-garten-und-balkon/
www.plantura.garden/gruenes-leben/top-10-der-bienenfreundlichsten-pflanzen
Waltraud Piechazxk

Etwas nachhaltig zu verpacken heißt, dass die Verpackung des Geschenks keine begrenzten natürlichen Ressourcen verschwendet und auch möglichst häufig wiederverwendet werden kann. Da Plastik aus dem begrenzten Rohstoff Erdöl hergestellt wird, sollten wir Geschenke einfach plastikfrei verpacken. Warum verpacken wir unsere Geschenke nicht einfach in Stofftüchern? Das sieht cool aus und macht das Geschenk nachhaltig und plastikfrei. Kleber oder Tesafilm braucht man nicht, da man die Stoffe entweder zuknoten oder mit Naturbast/Naturband zubinden kann. Warum dekorieren wir unsere Geschenke nicht nachhaltig mit Naturmaterialien? Zweige, Gräser, Blätter, Zapfen, … – alles was man im der Natur findet, eignet sich richtig gut zum Dekorieren eines Geschenks. Oder aber: Wir verpacken unsere Geschenke in Zeitungspapier, alten Kalenderblättern oder überholten Straßenkarten.
Karl-Heinz Göbel

Nicht alles, was sich als Naturkosmetik ausgibt, ist es auch. Denn Verpackung und Aussagen wie „Naturkosmetik“ und „100% natürliche Inhaltsstoffe“ sind gesetzlich nicht geschützt! Wer Rohstoffe aus biologischem Anbau will und auf synthetische Farb-und Duftstoffe, Paraffine und Mikroplastik verzichten möchte, sollte zu „zertifizierter Naturkosmetik“ greifen – oder Inhaltsstoffe und Herkunft gründlich prüfen (z.B. mit der CodeCheck App) . Empfehlenswert sind Produkte von : Dr.Hanuschka, Weleda, RMS Beauty, FINE, Lavera, Nuori,  & Gretel , die deutsche Firma  i+m  stellt Naturkosmetik schon seit 1979 her und die DM-Eigenmarke Naturschön.
Melani Fipper

In  ihrem Privatleben kümmern sich schon viele Menschen darum, Müll zu vermeiden, kaufen im Bio-Supermarkt ein oder beziehen Öko-Strom. Doch wie sieht es im Arbeitsleben aus? Hier einige Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Berufsalltag:

  • Den Arbeitstag nachhaltig beginnen: Lassen Sie das Auto stehen und fahren Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad oder gehen Sie zu Fuß!
  • Sparen Sie Papier: Es muss nicht alles ausgedruckt werden; wenn der Ausdruck nicht vermieden werden kann, versuchen Sie, doppelseitig zu drucken. Bereits gedrucktes, aber nicht mehr verwendetes Papier kann noch sehr gut als Notizpapier verwendet werden.                    
  • In der Mittagspause sollte auch dem Computer eine Pause gegönnt werden: Also ausschalten oder wenigstes in den Stromsparmodus versetzen.                                                                                                  
  • Mülltrennung ist auch im Büro möglich.
  • Zum Feierabend: Alle Geräte ausschalten! Dies kann mit einer Steckdosenleiste mit Schalter vereinfacht werden. Auch jede Beleuchtung sollte ausgeschaltet sein. Dies gilt natürlich auch tagsüber in Räumen, die nicht benutzt werden.  

Melani Fipper

Wussten Sie, dass seit 2009 Dortmund als 1. Ruhrgebietsstadt FAIRTRADETOWN ist , eine von 700 Fairtradetowns in 18 Ländern. Die Aufnahmebedingung ist einfach: in allen kommunalen Büros und im Rathaus gibt es nur noch fair gehandelten Kaffee, Tee, Orangensaft (so möchten wir es ja auch in unseren Gemeindehäusern halten!). Es geht aber noch weiter: eine lokale Steuerungsgruppe veröffentlicht zum Beispiel einen fairen „Einkaufsfinder“, ermutigt Geschäfte und Restaurants, faire Produkte anzubieten. Weiter unterstützen die Initiative Schulen und Vereine, die sich mit diesem so wichtigen Thema auseinandersetzen möchten. Ganz viel Informationen gibt es unter : fairtradestadt-dortmund.de
Annette Sprenger

Pfarreiausschuss Faire Gemeinde

In sei­ner En­zyk­li­ka ‚Lau­da­to si‘ schreibt Papst Fran­zis­kus: „Die öko­lo­gi­sche Um­kehr, die ge­for­dert ist, um eine Dy­na­mik nach­hal­ti­ger Ver­än­de­rung zu schaf­fen, ist auch eine ge­mein­schaft­li­che Um­kehr!“

Der Pfarrgemeinderat der Pfar­rei grün­de­te im Früh­jahr 2014 ei­nen ei­ge­nen Pfarreiausschuss ‚Fai­re Ge­mein­de‘.  Seit­her tref­fen sich Ver­tre­terinnen und Vertreter  al­ler vier Ge­mein­den, um den Ge­dan­ken der Nach­hal­tig­keit, von fai­ren Ar­beits­be­din­gun­gen und fairer Pro­duk­ti­on  in un­se­rer Pfarrei wach zu hal­ten und in un­se­ren Ge­mein­den Ideen um­zu­set­zen. Was ha­ben wir da­für ge­tan?

  • In al­len Ge­mein­de­häu­sern wird nur noch fai­rer Kaf­fee, Tee und Oran­gen­saft aus­ge­schenkt.
  • Es gab ei­nen Ener­gie­spar­check und den Beschluss, nach Möglichkeit LED-Leuch­ten ein­zu­set­zen.
  • Am Fronleichnamsfest 2015 in Schüren ha­ben wir mit ei­nem Stand auf fair ge­han­del­te Pro­duk­te auf­merk­sam ge­macht und mit ei­nem Fly­er zum fai­ren und re­gi­o­na­len Ein­kauf an­ge­regt.
  • Ein Teil des Gel­des der Pfarrei soll nachhaltig an­gelegt wer­den.

Wir erhielten daraufhin am 2. De­zem­ber 2015 die Aus­zeich­nung ‚Fai­re Ge­mein­de‘. Aber das war erst der An­fang! Seit­dem ha­ben wir noch ein paar Ideen umgesetzt. Wir haben:

  • zwei­mal – 2016 und 2018 – ei­nen ‚au­to­freien‘ Sonn­tag durch­ge­führt mit gro­ßer Be­tei­li­gung. Er be­gann mit ei­nem Fa­mi­li­en­got­tes­dienst, da­nach gab es auf den Kirch­plät­zen un­ter­schied­li­che Ak­ti­o­nen. 2018 gab es für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein wiederverwendbares Netz für Obst und Gemüse.
  • eine Rad­tour zu Di­rekt­ver­mark­tern ver­an­stal­tet,
  • die Müll­tren­nung in den Ge­mein­de­häu­sern ver­bes­sert.
  • in Ap­ler­beck und nun auch in Schü­ren ein Turm­fal­ken­nest am Glo­cken­turm an­ge­regt – nun müs­sen das nur die Turm­fal­ken noch fin­den! In Lich­ten­dorf ist das Nest schon län­ger be­wohnt.
  • in jeder Ge­mein­de ei­nen Baum ge­pflanzt.
  • für öko­lo­gi­sche Putz­mit­tel in Ge­mein­de­häu­sern und Kir­chen ge­sorgt.
  • Ein Mitglied des Pfarreiausschusses hat den Kindergarten in Schüren auf dem Weg zur Fairen Kindertagesstätte begleitet.

Und:

  • Auch in Schü­ren gibt es nun re­gel­mä­ßig den Ver­kauf fai­rer Wa­ren.
  • Wir unterstützen den Kindergarten in Schüren bei der jährlichen Müll­sam­melak­ti­on der EDG.

Aber es geht noch wei­ter :

  • Wir wol­len uns für mehr in­sek­ten­freund­li­che Sträu­cher und Pflan­zen auf den Kir­chen­ge­län­den ein­set­zen.
  • Ab Feb­ru­ar veröffentlichen wir mo­nat­lich im Sonn­tags­brief einen „fai­ren Vor­schlag des Mo­nats“.
  • Wir wollen über „fai­re und nach­hal­ti­ge Geld­an­la­gen“ informieren.

Wir su­chen im­mer Menschen, die mitmachen und neue Ideen einbringen!

Und hier noch eine Internetadresse, in der man auf fast alle Fragen der Nachhaltigkeit Antworten findet: www.utopia.de